Am 24. September 2026 durften wir die Autorin Birgitta Behr an unserer Schule begrüßen. Sie stellte unseren Schülerinnen und Schülern ihr Buch „Susi. Die Enkelin von Haus Nummer 4 und die Zeit der versteckten Judensterne“ vor. In den ersten beiden Schulstunden nahmen die drei 5. Klassen an der Lesung teil, in der dritten und vierten Stunde folgten die drei 6. Klassen.
Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht eines Hauses: des Hauses Nummer 4 in Berlin-Wilmersdorf. Hier kam Susi 1936 zur Welt, hier lebten auch ihre Eltern und ihre Großmutter. Als jüdische Familie gerieten sie in der Zeit des Nationalsozialismus in große Gefahr. Im Oktober 1942 verließ die Familie ihre Wohnung für immer. Um nicht entdeckt zu werden, mussten sich Susi und ihre Eltern trennen und bei verschiedenen Menschen unterkommen, und Susi lebte immer wieder allein bei Fremden. Sie überlebte mehrere Jahre im Versteck, weil Freunde, aber auch ganz fremde Menschen ihr halfen. Die Geschichte ist wahr: Den Anstoß gaben Stolpersteine, die vor Birgitta Behrs damaliger Schule verlegt wurden.
Schon nach wenigen Minuten war es im Raum ganz still. Mit respektvoller Aufmerksamkeit folgten die Kinder der Lesung, und Birgitta Behr gelang es, sie für das wahre Schicksal von Susi und ihrer Familie zu fesseln. Auf eindrucksvolle und kindgerechte Weise machte sie Geschichte lebendig und greifbar. Dabei wurde deutlich, wie wichtig Menschlichkeit und gegenseitige Hilfe sind – als zentrale Grundlage für ein gutes Zusammenleben in unserer Gesellschaft.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei Birgitta Behr für diesen bewegenden und lehrreichen Vormittag, der unseren Schülerinnen und Schülern sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.



